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„Dr. Münch Racing Girls“- powered by Innovazym”
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Das erste deutsche Frauenkartteam etabliert sich.

Am 30.04.09 war es endlich soweit, 39 mutige Frauen machten sich auf den Weg zur Kartbahn nach Mannheim um erste Eindrücke des Rennfahrer Feelings hautnah zu erleben. Pünktlich um 12 Uhr ging es von Grassau nach Mannheim auf die Indoorkartbahn (www.planet-kart.de) die dem erfolgreichen Rennfahrer Norbert Brückner gehört. Norbert Brückner ist ein Freund von Ehepaar Münch, selbst 5-facher Europameister Kart, Inhaber der Firma X-Sportevents und Karttrainer von Michael Schumacher und DTM - Rekordweltmeister Bernd Schneider. Münch und Norbert Brückner haben die Kartbahn in Mannheim deswegen ausgewählt, weil hier interessante Kurvenverläufe, Einfahrten in Tunnel sowie das Trainieren von separaten Boxenstopps exklusiv trainiert werden können und deshalb für ein Neueinsteiger Team ideal geeignet ist.

Schon während der Busfahrt herrschte bei den Teilnehmerinnen nicht nur gute Laune sonder erwartungsvolle Spannung, was sie in den nächsten 48 Stunden wohl erleben werden. Nach dem Eintreffen auf der Kartbahn und dem Anprobieren der Rennoveralls, Helme und Handschuhe fand dann die erste Sitzprobe im Kart statt. Brems- und Gaspedale sowie das schnelle ruckartige Einlenken wurde von dem Betreiber der Mannheimer Kartbahn, Dirk Fibitz, gezeigt. Dann ging es schon los. Unter den strengen Augen der drei Juroren, Dr. Hellmut Münch, Maja Münch und Wolfgang Hartl, alle drei Mitglieder des Dr. Münch Racing Teams, fand ein erstes freies Training statt. Danach wurde bei einer Bahnbegehung die genaue Ideallinie erkundet woraufhin die ersten Rennversuche gestartet wurden. Höhepunkt des ersten Abends war ein 90 minütiges Rennen mit 5 Pflichtboxenstopps bei dem die Teilnehmerinnen sowohl fahrtechnisch als auch strategisch sehr gefordert waren. Rein fahrtechnisch erscheint Kartfahren als eine körperlich eher nicht anstrengende Tätigkeit bis zu dem Zeitpunkt, an dem das richtige rennmäßige Kartfahren beginnt. Die enorme Beschleunigung, die kurzen engen Kurven, das genaue Treffen des Scheitelpunktes, die über die Zeit immer mehr spürbare Belastung der Rücken- und Halsmuskulatur forderten von allen Teilnehmerinnen höchste Leistung ab. Auch strategisch sollte ein Kartrennen genau eingeteilt werden, insbesondere bei den Boxenstopps kann entweder viele Zeit gewonnen oder bei falschen Abläufen viel Zeit verloren werden. Auch hier stellte Ehepaar Münch deutlich dar, wenn man auf der Rennstrecke pro Rund z.B. einen Zehntel gewinnt, 60 Runden fährt, mit 6 Sekunden Vorsprung in die Boxengasse hineinfährt und dort 8 Sekunden verliert, man letztlich sich nach der Boxenausfahrt wieder im hinteren Teil des Feldes einfügen muss.

Trotzt des anstrengenden Programms fiel allen Juroren auf, wie engagiert und leistungsfähig die Teilnehmerinnen auftraten. Dr. Hellmut Münch sagte in einem Live-Interview mit der Bayernwelle auch ganz deutlich, dass er, selbst mehrfacher Meister im Kart, erstaunt sei, wie gut die Mädels mithalten können. Schon am ersten Abend wurden auf der Bahn Durchschnittszeiten erzielt die unter denen der Männer lagen die sonst die Karts benutzen. Ein Highlight des ersten Abends war auch der persönliche Besuch von Norbert Brückner, der es sich nicht nehmen ließ, zu einer ersten Sichtung zu kommen und nach ungefähr zwei Stunden eine Liste der für ihn besten Racing Girls zusammenstellte. Spät abends ging es dann in die Jugendherberge und nach einer kurzen Nacht trafen sich alle Trainer und Racing Girls gegen Morgen wieder auf der Kartbahn. Ab jetzt war sozusagen Competition Day angesagt, jetzt wurden die besten zehn Besten Damen ausgewählt Mitglied bei den „Dr. Münch Racing Girls“ powered by Innovazym zu werden. Dementsprechend ehrgeizig wurde noch einmal richtig Einsatz gezeigt und laut Dr. Münch könnten sich die sonst meist männlichen Fahrer hiervon eine große Scheibe abschneiden. Nach einer halben Stunde Frühsport (ablaufen der Bahn auf Ideallinie) und einigen Liegestützen ging es dann wieder in die Kart-Praxis. Dieser Tag wurde auch noch angereichert durch ein kleines Schmankerl, da der Outdoorbahnteil der Kartbahn Mannheim geöffnet wurde und die Damen völlig neue Gripp-Verhältnisse, neue Ideallinie und eine Veränderung der Rennstrategie bewältigen mussten. Der restliche Tag gestaltete sich sehr spannend mit anspruchsvollen Fahrmanövern und anschaulichen Theorieunterricht. Die Entscheidung fiel den Juroren nicht leicht, da sich die Leistungen der Teilnehmerinnen, zum Erstaunen der Trainer, trotzt aller Anstrengung immer weiter steigerten. Am Ende des zweiten Tages standen dann die zehn Fahrerinnen fest. Schön war hier zu sehen, dass fünf der zehn Fahrerinnen zum ersten mal in einem Kart saßen allerdings am besten in der Lage waren alle theoretischen und strategischen Tipps in der Praxis sauber umzusetzen und sich so beachtlich nach vorne kämpfen konnten. Obwohl das Team mit den zehn Fahrerinnen schon fest stand, haben sich Ehepaar Münch und Norbert Brückner entschlossen noch weitere fünf Reservefahrerinnen in das Team aufzunehmen um noch einigen Mädchen mehr, die Chance auf erste Renneinsätze zu geben. Am Abend des ersten Mai war es soweit, Dr. Münch verkündete nach zwei Tagen voller Einsatz, Spaß und Spannung die Teammitglieder. Im ersten deutschen Frauenkartteam zu begrüßen sind: Bettina Kern, Tanja-Carina Müller, Nadine Jensen, Birgit Bayersdorfer, Gabi Bayersdorfer, Dörthe Premer, Christina Starzengruber, Aire Eder, Franziska Starzengruber und Sabina Empl. Mitglieder im Reserveteam sind: Veronika Josefine Gaubatz, Sandra Hein, Corinna Dietrich, Magdalena Bauer und Franziska Dupke.

Am Abend ging es mit dem Bus zurück nach Grassau. Zwei Tage Rennerlebnis und ein einmaliges exklusives Feeling begleitete die Teilnehmerinnen auf dem Nachhauseweg. Auch die Damen, für die es fahrtechnisch in diesem ersten Durchgang nicht gereicht hat, bedankten sich bei dem Veranstalter und drückten ihre Hoffnung aus, nächstes Jahr wieder dabei sein zu können. Für die 15 Fahrerinnen die im ersten deutschen Frauenkartteam dabei sind, wird es jetzt Schlag auf Schlag gehen. Der nächster Theorieunterricht findet am 3. Juni in den Räumen der Enzymforschungsgesellschaft in Grassau statt, dann geht es Mitte Juni zum ersten Outdoortraining nach Garching und bereits Ende Juni wird der erste Renneinsatz in der Nähe von Dortmund erfolgen. Gleichzeitig werden die Mädchen ein Fitnessprogramm, zusammengestellt durch das Dr. Münch Diagnosezentrum, und ein Ernährungsprogramm umsetzen. Nächstes Jahr werden die Racing Girls dann zum ersten Mal gemeinsam mit Profirennfahrern der ADAC im Achental trainieren.
Dr. Münch bedankte sich besonders bei der Bayernwelle Süd Ost mit ihrer Reporterin Verena Seidl, die unermüdlich sowohl vor als auch im Kart vollen Einsatz zeigte. Wir alle können uns auf weitere spannende Berichtserstattung des ersten deutschen Frauenkartteams freuen.

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